Mit Sonderausstellung in den Kasematten:
Fotos zeigen Metamorphosen unserer Zeit

für den Text und das Bild Dank an Herbert von Stephoudt
05.12.2016



GELDERN Ein gemeinsames Interesse eint sechs Fotografen aus ganz Deutschland: Mit ihren Kameras rücken sie längst verlassene Orte in den Blickpunkt der Öffentlichkeit. Ihre Werke präsentieren sie unter dem Titel "Metamorphosen unserer Zeit" am 10., 11., 17. und 18. Dezember im Gelderner Mühlenturm. Die Ausstellung öffnet samstags von 12 bis 22 Uhr und sonntags von 10 bis 20 Uhr. Am 17. und 18 Dezember laden die Aussteller zusätzlich zu einer Sonderausstellung in die Kasematten des Mühlenturms ein - unter dem vielversprechenden Thema "Gruseln".
Benjamin Seyfang, Benjamin Wießner, Björn Fey, Daniel Rateike, Michael Röttgerding und Kai-Patric Fricke zeigen die verwunschene Welt des Verfalls. Kai-Patric Fricke: "In der heutigen Konsumgesellschaft hat alles einen Preis, jedoch kaum etwas noch einen Wert. So ist es auch mit verlassenen Gebäuden, Wohnungen oder auch Fahrzeugen. Die Natur erobert sich ihren Raum zurück und diesen Prozess fangen wir bildlich ein." Die Szenerie beschäftigt sich mit ungewöhnlichen Orten, die teils seit Jahrzehnten verlassen sind und deren Zukunft im Ungewissen liegt. Häufig sind es Orte mit historischem Wert. "Das muss aber nicht sein. Auch Kirchen, Schulen oder Krankenhäuser verfallen und erschreckend oft lassen sich noch Dokumente, Werkzeuge, Maschinen oder Erinnerungsstücke finden", erklärt Kai-Patric Fricke. Für ihn und seine Freunde ist der Besuch solcher Orte immer wieder eine neue Herausforderung. Erstmals gezeigt werden auch Naturfotografien und Werke aus urbanem Lebensraum. Ein Highlight wird die Sonderausstellung "Gruseln" während des letzten Ausstellungswochenendes am 17. und 18. Dezember in den Kasematten. Der Eintritt in den Mühlenturm ist frei. Infos: lost-places.com.

Mit Bildern, die Gedanken an früheres Leben in verlassenen Orten auslösen, faszinieren sechs Fotografen im Gelderner Mühlenturm.


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